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wir möchten Sie heute auf zwei interessante Themen aus dem Bereich Finanzplanung aufmerksam machen. Bei Interesse stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne für ein ausführliches Beratungsgespräch zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen, |
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Herr Max Muster möchte seine Abfertigung in Höhe von € 50.000,- für mindestens zehn Jahre anlegen. Er ist ein ausgewogener Risikotyp und hat seit mehreren Jahren Erfahrung mit verschiedenen Wertpapieren. Herr Max Muster will keine laufenden Ausschüttungen, da er keine laufende Liquidität aus dieser Anlage benötigt. Seine Renditeerwartung liegt bei 5-6% pro Jahr. Er möchte jedoch im schlimmsten Fall nicht mehr als 10% seiner Einlage verlieren.
Herr Max Muster übergibt uns einen Anlagevorschlag einer Bank, mit der Bitte, diesen zu überprüfen bzw. eine Alternative vorzuschlagen.
Auf den folgenden Seiten (Mustervergleich Portfolios) finden Sie das Ergebnis unserer Analyse. Wir haben den Vorschlag der Bank und unseren Portfoliovorschlag auf fünf Jahre historisch betrachtet und analysiert.
Das Ergebnis zeigt eindeutig, dass bei minimal geringerem Risiko, (siehe Kennzahl Volatilität) über fünf Jahre ein durchaus beträchtlicher Mehrertrag generiert werden konnte. Nicht zu vergessen ist dabei, dass in den letzten fünf Jahren global betrachtet immerhin drei negative Aktienjahre vertreten waren.
Natürlich sind Ergebnisse aus der Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft, jedoch zeigt die Analyse sehr wohl, wie wichtig zum einen eine breite Diversifikation in verschiedene Anlageklassen und zum anderen eine anbieterunabhängige Produktauswahl ist.
Herr Max Muster war jedenfalls überzeugt. Werden Sie es auch.
Unser Beraterteam steht Ihnen gerne zur Verfügung.
Studie: „Die fünf größten Fallen in der privaten Finanzplanung“
Das Forschungsinstitut für Asset Management (FIFAM) an der RWTH Aachen hat in Kooperation mit dem Stiftungslehrstuhl für Finanzvertriebslehre an der European Business School eine Studie zum Verhalten der deutschen Haushalte in Finanzfragen erstellt. Aufbauend auf psychologischen Erkenntnissen über das Verhalten von Menschen wurden fünf kritische Bereiche herausgestellt, in denen die bedeutendsten Fehler gemacht werden.
Diese fünf „Fallen“ sind:
1. Anleger sichern sich nicht ausreichend gegen alle bedrohliche Risiken ab. Der Grund hierfür liegt unter anderem darin, dass ihnen die negativen Konsequenzen nicht ausreichend kognitiv verfügbar (gemacht worden) sind.
2. Anleger streuen ihr Risiko im Depot nicht ausreichend. Gründe hierfür liegen zum einen in dem Phänomen der „mentalen Kontenführung“ und zum anderen in verzerrten Wahrnehmungen hinsichtlich einer Kontrolle über die Risiken der Investments.
3. Das von den Anlegern gewählte Risiko in der Wertpapieranlage hängt zu sehr von momentanen Trends und zu wenig von fundamentalen Überlegungen ab.
Die Gründe hierfür liegen neben einer falschen Kontrollwahrnehmung auch in einem schematischen Denkverhalten, durch das vergangene Entwicklungen einfach in die Zukunft fortgeschrieben werden.
4. Anleger legen in der Erwerbsphase häufig noch zu wenig Geld für das Alter zurück. Neben einer zu geringen Selbstdisziplin liegen die Gründe hierfür insbesondere darin, dass ihnen die negativen Konsequenzen unter anderem auch aufgrund der zeitlichen Entfernung zu wenig transparent sind.
5. Im Ruhestand zeigen Anleger eine zu hohe Ablehnung gegenüber einer Verrentung von Kapital. Dafür verantwortlich ist unter anderem die Angst, zu früh zu sterben und dann mit der Verrentung eine für die Erben ungünstige Entscheidung getroffen zu haben. Banken und weitere Finanzdienstleister sollten sich in der Beratung ihrer Kunden deshalb auf diese Punkte konzentrieren. Hier können Sie einen echten Mehrwert für den Kunden generieren und damit auch selber höhere Erträge erwirtschaften.
Interessierte Leser finden die ausführliche Studie als Download auf der Internetseite:www.fifam.de.

