Aktienfonds
Fonds dieser Art investieren überwiegend in Aktien, die je nach Anlagestrategie ausgewählt werden. Gemäß den jeweiligen Anlagezielen wird in inländischen, internationalen, branchenspezifischen, länderspezifischen usw. Aktien investiert.
Aktienfonds zielen auf ein möglichst hohes Kapitalwachstum ab, sind jedoch mit höherem Wertschwankungsrisiko verbunden und sollten daher als langfristige Anlage gesehen werden.
|
|
Alpha
Alpha beschreibt, um wie viel der jährliche Ertrag des Fonds über dem Ertrag des jeweiligen Referenzindex liegt. Je höher das Alpha liegt, um so besser hat sich der Fonds im Verhältnis zum Markt entwickelt.
|
|
Anlagepolitik
Die Anlagepolitik dient der Realisierung der Anlageziele. Zum Instrumentarium gehören z.B. die Auswahl der Wertpapiere, die Festlegung der Kauf- und Verkaufszeitpunkte und die Steuerung der Barreserve.
|
|
Anlagerichtlinien
Richtlinien eines Investmentfonds, in denen festgelegt wird, in welche Werte und Anlagearten dieser investieren darf und welche Mindest- bzw. Höchstanteile einzelner Werte erworben werden dürfen.
|
|
Ansparplan
Ansparplan = Einzahlplan
|
|
Anteil
Anteil = Fondsanteil
Verbrieft das Recht, am gesamten Wert des Fondsvermögens einen bestimmten Anteil geltend machen zu können. In einem Anteil kristallisiert sich das Fondsprinzip Risikostreuung, d.h. er repräsentiert winzige Bruchteile vieler einzelner Aktien, Anleihen oder Immobilien. Die Kapitalanlagegesellschaft ist verpflichtet, Anteile jederzeit zurückzunehmen.
|
|
Asset Allocation
Verteilung des Anlagevermögens auf unterschiedliche Anlageinstrumente und Märkte. Bei diesem strategischen Prozess wird die Strukturierung der Veranlagung in Aktien, Anleihen, sonstige Wertpapiere und Bargeldreserve vorgenommen
|
|
Ausgabeaufschlag
Dies ist der einmalige Spesensatz beim Kauf von Investmentfondsanteilen und stellt damit die Differenz zwischen dem Ausgabepreis und dem errechneten Wert von Fondsanteilen dar.
Errechneter Wert + Ausgabeaufschlag = Ausgabepreis (meist Aufrundung auf ganze Schilling)
Die Höhe der Ausgabeaufschläge hängt von der jeweiligen Fonds-Kategorie ab. Bei einigen Geldmarktfonds, die als Sparbuchersatz gedacht sind, entfällt er vollständig. Der Ausgabeaufschlag dient zur Deckung der Vertriebskosten.
|
|
Ausgabepreis
Ist der Preis, den der Anleger beim Erwerb des Investmentzertifikats zu entrichten hat.
Ausgabepreis = errechneter Wert + Ausgabeaufschlag
In der Regel ist eine Aufrundung laut den jeweiligen Fondsbestimmungen möglich.
|
|
Auslandsfonds
Investmentfonds, der von einer Investmentgesellschaft mit Sitz im Ausland aufgelegt wurde.
|
|
Ausschüttung
Die Wertentwicklung eines Fonds hängt neben der Kursentwicklung von den Erträgen ab, die dem Fonds in Form von Zinsen und Dividenden hinzufließen.
Bezüglich der Ausschüttung verfolgen Fonds unterschiedliche Ausschüttungspolitiken:
Eine Möglichkeit besteht darin, alle Erträge im Fondsvermögen zu belassen, das heißt, keine Ausschüttungen vorzunehmen. Solche Fonds bezeichnet man als akkumulierende bzw. thesaurierende Fonds
Österreichische Fonds waren noch bis 1. März 1998 gesetzlich dazu verpflichtet, die vereinnahmten Erträge an die Anteilinhaber auszuschütten. In diesem Fall wurden alle Erträge und zum Teil auch Kursgewinne in regelmäßigen Abständen (meist einmal jährlich) an die Anteilsinhaber ausgeschüttet (=ausschüttende Fonds).
Am Tag der Ausschüttung (Ex-Tag) reduziert sich der Anteilswert um den Betrag der Ausschüttung. Der Anleger kann sich diesen Betrag entweder bar auszahlen lassen oder eine Reinvestition des Ausschüttungsbetrages beantragen. Letztere Variante hat den Vorteil, dass die auf diese Weise erworbenen Anteile meist mit einem Wiederanlagerabatt gutgeschrieben werden
|
|
Auszahlplan
Dient der regelmäßigen Auszahlung eines festen Betrages, der durch den Verkauf einer entsprechenden Anzahl von Fondsanteilen aufgebracht wird. Ein Auszahlplan wird i.d.R. in einem Anlagekonto angeboten
|
|
Baisse
Längere Zeit anhaltende, starke Kursrückgänge an der Börse. Gegensatz zu Hausse
|
|
Benchmark
Vergleichsmaßstab (Meßlatte), an dem der Erfolg eines Fonds beurteilt werden kann. Oft wird ein Marktindex als Benchmark herangezogen. Wichtig ist, dass die richtige Benchmark gewählt wird, z.B. ein inländischer Rentenindex für einen inländischen Rentenfonds
|
|
Beta
Ein Maß für das systematische Risiko eines Fonds; eine Portfolio-Kennzahl.
Das Beta spiegelt die Wertschwankungen des Investments im Verhältnis zum Referenzindex wider.
Wenn ein Fonds beispielsweise immer die Wertentwicklung eines Referenzindex nach oben oder nach unten exakt um die Hälfte nachvollzieht, wird sein Beta 0,5 betragen (oder: Der Index steigt um 1, der Fonds steigt um 0,5; der Index geht um 1 zurück, der Fonds geht um 0,5 zurück usw.).
Ein Beta-Faktor über 1 (unter 1) bedeutet, dass die Fondsrenditen in diesem Zeitraum größeren (geringeren) Schwankungen unterlagen als die Renditen des Vergleichsindex.
|
|
Blue chips
Blue chips sind erstklassige Unternehmen, die sich durch eine hohe Ertragskraft, solide Finanzierung, ein zukunftsorientiertes Management sowie durch nationale und internationale Konkurrenzfähigkeit auszeichnen
|
|
Branchenfonds
In erster Linie bei den Aktienfonds zu finden. Das Fondsvermögen wird überwiegend nur in Aktien einer Branche, also etwa Finanztitel, Rohstoffwerte oder Goldminenaktien investiert. Vorteil: Anleger können auf einfache Weise von positiven Sonderentwicklungen einzelner Branchen profitieren.
Nachteil: Ganz erhebliches Verlustrisiko durch schlechte Geschäfte dieser Branche, häufig durch zusätzliches, hohes Währungsrisiko
|
|
Closed-end-funds
Diese Fondsart ist besonders in den angelsächsischen Ländern weit verbreitet. Hierbei wird das Fondsvermögen durch eine bestimmte. limitierte Anzahl von Fondsanteilen aufgebracht. Der Kurswert wird nicht aus dem Fondsvermögen errechnet, sondern unterliegt der freien Preisbildung an der Börse.
|
|
Commodity Trading Advisor
Unabhängige, in der Regel in den USA ansässige Berater, die sich auf den Handel mit derivartiven Finanzinstrumenten spezialisiert haben und über eine entsprechende Erfahrung bei der Verwaltung termin- und optionsorientierter Konten verfügen. Die CTAs können sich in vieler Hinsicht unterscheiden: Ihre Handelserfahrung und ihre Handelsstrategien können unterschiedliche Zeitperioden umfassen und sich auf bestimmte Waren, Finanzterminkontrakte oder Instrumentarien konzentrieren. Ihre Entscheidungen können mehr auf technischen oder eher fundamentalen Analysen basieren.
|
|
Cost-Average-Effekt
Vom Cost-Average-Effekt können jene Anleger profitieren, die über einen längeren Zeitraum in regelmäßigen Abständen eine bestimmte Summe investieren.
Vorausgesetzt, dass die Anlage Kursschwankungen unterliegt, erzielt der Anleger so einen Durchschnittskosteneffekt (=einen durchschnittlichen Kaufpreis). Mit einem bestimmten monatlichen Betrag werden laufend Anteilscheine erworben. Bei niedrigen Anteilpreisen werden somit mehr, bei hohen Anteilpreisen weniger Anteile erworben.
|
|
Dachfonds
Investmentfonds, der ausschließlich in andere Investmentfonds investiert. Seit März 1998 in Österreich zugelassen
|
|
DAX
Deutscher Aktienindex; umfasst 30 große und umsatzstarke deutsche Aktien unterschiedlicher Branchen und Gewichtung.
|
|
Depotbank
Sie verwahrt die Vermögenswerte des Fonds, besorgt die Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen und erledigt die Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Gleichzeitig ist sie dafür verantwortlich, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.
|
|
Depotgebühren
Gebühren, die für die obligatorische Aufbewahrung der Fondsanteile in einem Depot erhoben werden.
|
|
Diversifikation
Streuung der Veranlagung auf mehrere Wertpapiere. Aufgrund der Tatsache, dass sich nicht alle Wertpapiere gleichförmig entwickeln, kann durch Diversifikation in unterschiedliche Anlageinstrumente, Märkte und Branchen das Gesamtrisiko eines Portfolios stark reduziert werden, ohne dass dabei der Ertrag geschmälert wird
|
|
Dividende
Teil des Jahresgewinns einer Aktiengesellschaft, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird, i.d.R ein fester Betrag pro Aktie.
|
|
Dow-Jones-Index
Aktienindex der New Yorker Börse der die Kursentwicklung der 30 wichtigsten amerikanischen Industrieaktien anzeigt.
|
|
Duration
Die Laufzeit eines festverzinsten Wertpapiers wird aufgrund des Rückzahlungszeitpunktes ermittelt. Die durchschnittliche Restlaufzeit eines Portefeuilles ergibt sich aus dem Mittel der Laufzeiten der einzelnen Titel vom Bewertungszeitpunkt bis zur Rückzahlung. Die Duration geht einen Schritt weiter und gibt die durchschnittliche Restlaufzeit unter Einbezug sämtlicher Zahlungen einer Anleihe (Zinszahlungen, Kapitalrückzahlungen) wieder. Die Duration ist aber auch ein Risikomaß für Anleihen. Bei einer Änderung des Zinsniveaus von 1% entspricht die erwartete Kursänderung der Anleihe ungefähr der Duration in Prozent.
Beispiel:
Für eine Anleihe mit einem Zinssatz von 6% und 10 Jahren Restlaufzeit errechnet sich eine Duration von 7,36 Jahren. Der Kurs der Anleihe würde bei einem Zinsrückgang von 6% auf 5% um rund 7,3% ansteigen.
|
|
Effektive Stücke
Tatsächliche, physische Lieferung von Wertpapieren
|
|
Einzahlplan
Einzahlplan = Einzahlungsplan
Regelmäßige, in der Regel zielgerichtete Anlage eines meist gleichbleibenden Betrages auf ein Anlagekonto; Ausnutzung des Cost-Average-Effektes (bei fallenden Kursen werden mehr Anteile, bei steigenden Kursen weniger Anteile erworben).
|
|
Emerging-Markets-Fonds
Investmentfonds, dessen Vermögen hauptsächlich in Aktien und/oder Renten aus Schwellenländern angelegt ist; z.B. in Ländern oder Regionen Asiens oder Lateinamerikas.
|
|
Ertragsausgleich
Unter Ertragsausgleich versteht man den im Anteilschein enthaltenen Ertragsanteil, soweit er sich aus Zinsen und Dividenden zusammensetzt.
Der Ertragsausgleich eines Fonds wird so wie der Rechenwert täglich ermittelt.
|
|
Fondsmanagement
Gremium oder Einzelperson, die Anlageentscheidungen für den jeweiligen Investmentfonds trifft.
|
|
Fondspreis
Der Fondspreis errechnet sich aus dem Anteilwert zuzüglich des jeweiligen Ausgabeaufschlages. Man bezeichnet den Fondspreis auch als Ausgabepreis. Der Anteilwert hingegen wird auch als Rücknahmepreis bezeichnet. Die Berechnung des Fondspreises erfolgt folgendermaßen:
+ Erträge (ordentliche und außerordentliche)
./. Aufwendungen (Kosten lauf Verwaltungsreglement)
...........................................................................................................
= Nettoertrag
+ bewertete Vermögensgegenstände (Wertpapiere + liquide Mittel)
./. eventuelle Verbindlichkeiten
...........................................................................................................
= Fondsvermögen gesamt
Fondspreis = Fondsvermögen gesamt
Anzahl der umlaufenden Anteile
|
|
Fondsvermögen
Das Fondsvermögen umfasst den Gesamtwert aller Vermögensgegenstände eines Investmentfonds. Das Fondsvermögen eines Wertpapierfonds besteht aus Wertpapieren (Aktien, Anleihen, Optionen usw.), einer Barreserve (Cashbestand, Termingeld) sowie sonstigen Vermögenswerten, wie Zinsen, Dividenden usw.
|
|
Fonds, geschlossene
Geschlossene Fonds sind in der Rechtsform einer börsennotierten Aktiengesellschaft aufgelegt und geben bei ihrer Gründung eine fixe Anzahl von Aktien aus. Diese Aktien werden an der Börse gehandelt.
Der Kurs dieser Aktien orientiert sich daher ausschließlich an Angebot und Nachfrage und kann daher vom Nettoinventarwert abweichen. Notiert der Kurs über dem Nettoinventarwert, so spricht man von einer Prämie. Notiert er darunter, so notiert die Aktie mit einem (Discount) Abschlag.
In Österreich sind geschlossene Fonds nicht erlaubt. Sämtliche österreichische Investmentfonds müssen offen sein.
|
|
Fonds, offene
Diese Investmentfonds sind durch ein kontinuierliches Verkaufen und Zurückkaufen von Anteilen charakterisiert. Sie besitzen daher keine festgelegte Kapitalisierung. Sie verkaufen ihre Anteile jederzeit zum Nettowert pro Anteil, aber sie kaufen diese Anteile auch jederzeit wieder zum jeweiligen Nettowert zurück. Der Nettoinventarwert entspricht dem errechneten Wert bzw. dem Rücknahmepreis, wenn keine gesonderte Rücknahmegebühr verrechnet wird.
Bei den in Österreich bekannten und zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen Fonds handelt es sich fast ausschließlich um offene Fonds
|
|
Future Fonds
Investmentfonds, dessen Vermögen hauptsächlich an den Terminmärkten angelegt ist; dadurch besteht ein erheblich höheres Investitionsrisiko als bei anderen Investmentfonds
|
|
Garantiefonds
Fondstyp, bei dem die Investmentgesellschaft dem Anleger in der Regel zum Ende der festgesetzten Laufzeit entweder die Rückzahlung der Anlagesumme oder zumindest eines bestimmten Prozentsatzes davon garantiert
|
|
Geldmarktfonds
Die Mittel dieses Fonds werden auf dem Geldmarkt, d.h. dem Markt für kurzfristige Einlagen bei Banken, Guthaben oder Kredite angelegt. Auf dem Geldmarkt werden meist Tagesgeld, Monatsgeld und bis zu einjährige Termingelder gehandelt. Zum Geldmarkt zählen aber auch kurzfristige Wertpapiere, sogenannte Geldmarktpapiere, mit einer Laufzeit bzw. Restlaufzeit von bis zu zwölf Monaten (z.B. Certificates of deposits, Commercial Paper).
Die sehr kurzen Restlaufzeiten bewirken, dass die Renditen solcher Geldmarktfonds zu jedem Zeitpunkt das aktuelle Zinsniveau nahezu vollständig widerspiegeln. Zinsänderungen beeinflussen die Fonds-Kursentwicklung somit nur sehr wenig.
Reine Geldmarktfonds, die ihr Fondsvermögen bis zu 100% im Geldmarkt investieren dürfen, sind nach dem österreichischen Investmentfondsgesetz nicht zulässig, nach deutschem Gesetz jedoch schon. Nach dem österreichischen Investmentfondsgesetz sind sogenannte geldmarktnahe Fonds zulässig (dürfen bis zu 50% des Fondsvermögens als Bargeld halten).
|
|
Gemischte Fonds
In diesen Fonds werden sowohl Aktien als auch festverzinsliche Wertpapiere gehalten. Die Asset Allocation kann sehr unterschiedlich sein und richtet sich, neben den Fondsbedingungen, nach der aktuellen Börsen- und Kapitalmarktsituation.
|
|
Gewinnverwendung
Auszug aus dem Bundesgesetz über Kapitalanlagefonds (Investmentfondsgesetz - InvFG 1993)
§ 13 Gewinnverwendung
Der Jahresertrag eines Kapitalanlagefonds ist nach Abzug der Aufwendungen an die Anteilinhaber auszuschütten. Die Fondsbestimmungen können vorsehen, dass der gesamte Jahresertrag eines Kapitalfonds oder der auf eine bestimmte Gattung von Anteilscheinen eines Kapitalanlagefonds entfallende Jahresertrag nicht ausgeschüttet wird.
|
|
Hausse
Länger anhaltende, starke Kurssteigerungen an der Börse. Gegensatz zu Baisse
|
|
Hedge-Funds
Hedge-Funds sind Investmentfonds, die keinen gesetzlichen oder sonstigen Beschränkungen unterliegen. Sie können daher nicht nur in Wertpapiere investieren, sondern auch Leerverkäufe tätigen und Derivate einsetzen. Termingeschäfte und Derivate wurden ursprünglich ausschließlich zu Absicherungszwecken verwendet. Daher bezeichnet man Fonds, die diese Konstruktion einsetzen, als Hedge-Funds, zu deutsch Absicherungsfonds.
Risiko: sehr spekulativ
|
|
Hemisphärenfonds
Hemisphärenfonds = Länder- bzw. Regionenfonds
Investmentfonds, die in ihren Anlagerichtlinien darauf festgelegt sind, innerhalb einer bestimmten Hemisphäre, also z.B. Europa oder dem pazifischen Raum zu investieren. Vorteil: Auch Anleger, die sich mit den dortigen Kapitalmärkten überhaupt nicht auskennen, können auf einfache Weise von besonders günstigen Börsenentwicklungen im jeweiligen Teil der Welt profitieren. Nachteil: Sehr hohes Risiko, vor allem weil einbrechenden Börsen in diesem Raum nicht durch Streuung auf andere Börsenplätze begegnet werden kann und u.U. nicht nur die Börse, sondern auch die (Leit-)Währung des jeweiligen Raums einbricht.
|
|
Immobilienfonds, geschlossen
Es handelt sich hierbei um keinen Investmentfonds, sondern um eine unternehmerische Beteiligung an Immobilien.
|
|
Immobilienfonds, offene
Das Fondsvermögen wird schwerpunktmäßig in Immobilien angelegt. Allerdings halten sie auch einen relativ großen Anteil an festverzinslichen Werten bzw. Bankguthaben (nach dem deutschen Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften, KAGG, max. 49 %). Die deutschen offenen Investmentfonds sind zum größten Teil in gewerbliche Objekte investiert, Wohnbauten spielen kaum eine Rolle.
In Österreich sind Immobilienfonds nicht durch das Investmentfondsgesetz geregelt!
|
|
Index-Fonds
Fonds, die in der Zusammensetzung ihres Fondsvermögens den Börsenindex des jeweiligen Investitionslandes in Zusammensetzung und Gewichtung exakt nachbilden. Index-Fonds sind in Österreich grundsätzlich erlaubt. Sie werden aber als solche nicht ausdrücklich gekennzeichnet. Ob ein österreichischer Investmentfonds ein Index-Fonds ist, kann nur aufgrund der Werbung, des Verkaufsprospektes oder durch eine genauere Untersuchung festgestellt werden. Verwenden Investmentfondsmanager zur Verwaltung eines Fonds ausschließlich passive Managementstrategien, dann könnte man den jeweiligen Fonds bei entsprechender Streuung als einen Index-Fonds bezeichnen.
|
|
Index
Maßstab für die Wertentwicklung eines Marktes. Ein Index sollte so gut wie möglich die Entwicklung aller bzw. der wichtigsten Papiere des Marktes widerspiegeln. Z.B. ATX in Wien, Dow Jones in New York.
|
|
Investitionsgrad
Anteil des Fondsvermögens, der nicht als Liquiditätsreserve gehalten, sondern der in den eigentlichen Fondszweck, also Wertpapieren, investiert ist.
|
|
Investmentfondskategorien
Unterteilung der Investmentfonds nach ihren Investitionsschwerpunkt.
1. Aktienfonds:
Standardfonds
Spezialfonds
Regional- und Länderfonds
Branchenfonds (Technologie, Rohstoff und Energie, Edelmetalle, Öko, Gesundheitswesen, Telekomunikation, etc.)
Small-Cap-Fonds
Indexfonds
Fonds mit Risikobegrenzung
2. Rentenfonds
Standardfonds
Spezialfonds (z.B. Emerging Markets Bond Funds)
3. Geldmarktfonds
4. Garantiefonds
Garantie auf nominalen Kapitalerhalt
Garantie auf einen bestimmten Mindestkurs
Garantie auf einen bestimmten Ausschüttungsbetrag
5. Gemischte Fonds (Aktien und Renten)
6. Wandelanleihenfonds
7. Future-Fonds
8. Optionsscheinfonds
|
|
Investmentidee
Durch den Kauf von Investmentfonds-Anteilen bedient sich der Anleger eines professionellen Fondsmanagements. Durch die breite Diversifikation des Fondsvermögens und die damit verbundene Risikostreuung hat der Anleger einen erheblichen Vorteil gegenüber der Direktanlage.
|
|
Kapitalanlagegesellschaft
Unternehmen, deren Geschäftsbereich darauf gerichtet ist, bei ihnen investiertes Geld im eigenen Namen für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger nach dem Grundsatz der Risikomischung in Form von Wertpapier oder Beteiligungssondervermögen, Investmentfonds anzulegen.
|
|
KESt
KESt = Kapitalertragsteuer
KESt I: Als KESt I wird die KESt auf Dividenden österreichischer Aktien, Partizipationsscheine etc. bezeichnet.
KESt II: Die KESt II bezieht sich auf Zinsen aus Forderungswertpapieren und Bankeinlagen.
|
|
Korrelation (R)
Die Korrelation mißt die Beziehungen zwischen den zugrundeliegenden Investitionen innerhalb des Portefeuilles und dem Index. Eine absolute Korrelation besteht, wenn die Wertentwicklung der Investitionen absolut gleich verläuft.
Eine absolute Korrelation wird durch die Zahl 1,00 ausgedrückt, eine vollständige negative Korrelation durch die Zahl -1,00:
R= 1 bedeutet eine perfekte Korrelation
R= -1 bedeutet eine negative Korrelation
R von 0,7 - 0,99 bedeutet eine hohe Korrelation
R von 0,4 - 0,69 bedeutet eine gemäßigte Korrelation
R < 0,4 bedeutet eine de facto Nichtkorrelation
Wenn also einige Investitionen negativ miteinander korreliert sind, kann man annehmen, dass jeweils nur eine der beiden Anlagen im Wert ansteigen wird. Dadurch würde sich das Risiko des Portefeuilles verringern, jedoch ohne, dass das Portefeuille nennenswert an Ertragsstärke einbüßt.
|
|
Kosten
Zu den Kosten einer Investmentanlage gehören Ausgabeaufschlag, Verwaltungsvergütung, Depotbankvergütung und sonstige Kosten (z.B. Kosten für Berichterstattung, Abschlußprüfung, Depotgebühren).
|
|
Länderfonds
Fonds, deren Anlagerichtlinien die Investition des Fondsvermögens ausschließlich in einem bestimmten Land, z. B. Spanien oder Japan, vorsieht
|
|
Laufzeitfonds
Diese Fonds kommen in Österreich nicht vor, sind aber seit 1990 in Deutschland erlaubt. Ein Laufzeitfonds erwirbt Rentenwerte mit identischen, kurzen bzw. kürzeren Restlaufzeiten. Am Ende der Laufzeit des Fonds werden also alle Papiere getilgt: Kein Kursrisiko mit Blick auf das Laufzeitende des Fonds. Laufzeitfonds werden nach der Zeichnungsfrist geschlossen, danach werden also keine neuen Anteile mehr ausgegeben. Die Rückgabe der Anteile ist allerdings zu jedem Zeitpunkt während der Laufzeit möglich. Das Kursrisiko hält sich wegen der kürzeren Laufzeiten in Grenzen
|
|
Managementgebühr, erfolgsorientierte
siehe Performance Fee
|
|
Mid-Cap-Fonds
Investmentfonds, dessen Vermögen hauptsächlich in Aktien mittelgroßer börsennotierter Unternehmen angelegt ist.
|
|
Mutual-Fonds
Amerikanische Bezeichnung für einen offenen Wertpapier-Investmentfonds
|
|
Netto-Portefeuillerendite/ Nettorendite auf Verfall
Als Netto-Portefeuillerendite bzw. Nettorendite wird bei Anleihe- und Geldmarktfonds die für die nächsten 12 Monate erwartete Rendite auf der Basis des aktuellen Fondsportefeuilles bezeichnet. Dabei werden die bei der Verwaltung des Fonds anfallenden Kosten berücksichtigt. Bei Änderung der Portefeuillestruktur und Schwankungen des Zinsniveaus verändert sich auch die Netto-Portefeuillerendite.
|
|
No-Load-Funds (Fonds ohne Ausgabeaufschlag)
Amerik. Bezeichnung.
Bei einem Investment in einen solchen Fonds wird dem Anleger kein Ausgabeaufschlag verrechnet. Allerdings ist bei Verkauf meist eine Rücknahmegebühr zu bezahlen oder es wird eine höhere, jährliche Managementgebühr verrechnet. In der Regel fährt der langfristig orientierte Investor besser, wenn er einen einmaligen Ausgabeaufschlag bezahlt.
|
|
Optionsscheinfonds
Fonds, die überwiegend in Optionsscheine investieren, also auf Scheine, die das Recht auf Kauf oder Verkauf einer Aktie oder eines Indexes zu einem vorher bestimmten Preis in einer bestimmten Frist verbriefen.
|
|
Pensionslücke
Differenz zwischen dem letzten Erwerbseinkommen und der voraussichtlichen Höhe der staatlichen Pension.
|
|
Performance Fee
In diesem Fall handelt es sich um eine erfolgsorientierte Verwaltungsgebühr (Managementgebühr) die ebenfalls direkt dem Fonds verrechnet wird und damit ebenso wie die fixe Managementgebühr in dem veröffentlichten Anteilspreis bereits berücksichtigt ist.
|
|
Performance p.a.
Durchschnittliche Performance p.a. (seit Auflegung):
Die durchschnittliche jährliche Performance ist der Gesamtertrag innerhalb eines Jahres geteilt durch die Zahl der Monate, die dann, unter Beachtung des Zinseszinseffektes, wieder auf ein Jahr hochgerechnet werden (d.h. er bezieht sich auf einen Zwölf-Monats Zeitraum).
|
|
Performance
Bei den Investmentfonds misst die Performance die Veränderung des Anteilwerts unter Einrechnung eventuell erfolgter Ausschüttungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
In der Wertentwicklung enthalten sind Verwaltungsgebühr, Depotbankgebühr und Transaktionskosten. Nicht enthalten sind Agio und steuerliche Belastungen des Anlegers.
Im Detail aber können sich die Performance-Konzepte unterscheiden, je nachdem, ob die Kosten berücksichtigt werden, ob von der Wiederanlage der Ausschüttungen ausgegangen wird, u.ä.
|
|
Portefeuille
Zusammensetzung eines Depots. Bei Investmentfonds versteht man unter Portefeuille die Summe der Anlageinstrumente eines Fonds.
|
|
Publikumsfonds
Investmentfonds, deren Anteilscheine keinem bestimmten Anlegerkreis vorbehalten sind, sondern von jedermann erworben werden können. Gegenteil: Spezialfonds.
|
|
Publizitätspflicht
Für Investmentgesellschaften gemäß dem InvFG geltende Verpflichtung zur regelmäßigen Bekanntgabe von Informationen über die Entwicklung ihrer Fonds; umfasst z.B. die börsentägliche Bekanntgabe der Preise, sowie die Erstellung von Rechenschaftsberichten
|
|
Rating
Maßstab für die Bonität eines Unternehmens oder Landes, der von Rating-Agenturen (z.B. Moodys, Standard & Poors) nach strengen, fixen Kriterien vergeben wird. Die Bonität wird in Buchstaben-Kombination angegeben, die höchste ist AAA. Für den Anleger bedeutet niedrigeres Rating natürlich entsprechend höheres Risiko
|
|
Rechenschaftsbericht
Berichterstattung eines Fonds über das abgelaufene Geschäftsjahr (bzw. Halbjahresbericht nach dem halben Geschäftsjahr). Der Inhalt von Rechenschafts- und Halbjahresberichten ist in Österreich genau vorgeschrieben. Die Rechenschaftsberichte enthalten komplette Vermögensaufstellungen per Geschäftsjahresende, aus denen auch die Fremdwährungspositionen ersichtlich sind. Ferner eine Aufstellung über aufgelöste Positionen und die Ertragsrechnung, aus der Sie entnehmen können, mit welchen Kosten jeder Anteil belastet ist. Weitere Informationen: Entwicklung des Wertpapiermarktes, die Ausschüttung, steuerrelevante Daten, etc.
Die Rechenschaftsberichte sind wichtig, wenn Sie überprüfen wollen, ob die Anlagepolitik eines Fonds Ihrem individuellen Risikoraster entspricht.
|
|
Red chips
Aktien von Honkong-Unternehmen, hinter denen eine chinesische Muttergesellschaft steht. Die Erträge dieser Firmen, die der Unternehmens- und Kotierungsgesetzgebung in Hongkong unterworfen sind, müssen nicht zwingend aus China stammen.
Wenn sich die Grenzen von Blue und Red chips in dem Sinn verwischen, als unter den letzteren immer mehr Aktien den Status von Standardwerten erhalten, spricht man auch von Purple chips (Blau und Rot gibt Violett).
|
|
REIT
Die Abkürzung REIT steht für den englischen Begriff Real Estate Investment Trust. Das sind börsennotierte US-Immobiliengesellschaften. Sie investieren das Kapital ihrer Anteilsinhaber zu mindestens 75 % in den US-Immobilienmarkt
|
|
Rendite
siehe Netto-Portefeuillerendite
|
|
Rentenfonds
Diese Fonds investieren überwiegend in fest- und/oder variabel verzinsliche Wertpapiere; sind somit das Anlageinstrument des stark risikoaversen Investors. Rentenfonds weisen im Vergleich zu Aktienfonds langfristig geringere Erträge auf.
|
|
Restlaufzeiten
Der klassische Rentenfonds hat, anders als eine Anleihe, keinen festen Tilgungstermin, an dem die investierte Nominale zu einem vornherein feststehenden Kurs wieder zurückbezahlt wird.
Das Fondsmanagement ist durch permanente Umschichtungen des Fondsvermögens versucht, die durchschnittliche Restlaufzeit der im Fondsvermögen befindlichen Wertpapiere ständig innerhalb festgelegter Bandbreiten zu halten. Aufgrund dieser Restlaufzeiten unterscheidet man auch:
Geldmarktfonds (Restlaufzeiten bis ca. 3 Monate)
Kurzläuferfonds (Restlaufzeiten von ca. 3 Monate bis ca. 24 Monate)
Fonds mit mittleren und langen Restlaufzeiten (mehr als 2 Jahre)
|
|
Rücknahmepreis
Dieser entspricht dem errechneten Wert. Abrundungen laut Fondsbestimmungen sind möglich.
|
|
Sharpe Ratio
Diese Kennzahl gibt an, ob ein Fonds ein gutes oder ein schlechtes Risiko-Ertrags-Verhältnis aufweist. Je höher die Sharpe Ratio, um so besser hat sich der Fonds im Verhältnis zum Risikopotential seines Portefeuilles entwickelt.
Die Kennzahl wird bestimmt, in dem vom durchschnittlichen jährlichen Ertrag die risikofreie Rendite abgezogen und diese Zahl durch die durchschnittliche jährliche Standardabweichung dividiert wird.
Die Sharpe Ratio besagt demzufolge, welcher risikofreie Anlagemehrwert durch die Fondsveranlagung erzielt wird.
|
|
SICAV
Eine Fondskonstruktion, bei der ein offener Fonds in Form einer Aktiengesellschaft als juristische Person gegründet wird. Die Anteilinhaber dieses Fonds sind somit Aktionäre. Die Abkürzung steht für Societé d´Investissement à Capital Variable und heißt Investmentgesellschaft mit variablem Kapital.
|
|
Small-Cap Fonds
Investmentfonds, dessen Vermögen hauptsächlich in Aktien, kleinerer, wachstumsversprechender Unternehmen angelegt ist.
|
|
Spekulationsgewinn
Spekulationsgewinne=Kursgewinne aus Verkäufen eines Fonds
Wurden Wertpapierfonds innerhalb eines Jahres gekauft und verkauft, so ist die Differenz zwischen Ausgabepreis (Kaufpreis) und Rücknahmepreis (Verkaufspreis) einkommensteuerpflichtig. Es besteht jedoch für alle Spekulationsgewinne eine jährliche Freigrenze von ATS 6.000,--. Wird dieser Betrag überschritten, so ist der gesamte Spekulationsgewinn steuerpflichtig. Ab einer Behaltedauer von 12 Monaten+1 Tag sind die Spekulationsgewinne zu Gänze steuerfrei.
Kursgewinne, die der Fonds selbst durch den Kauf und Verkauf von Wertpapieren erzielt, sind, wenn diese ausgeschüttet werden, im Privatvermögen steuerfrei - großer Vorteil der Fonds!
|
|
Spezialfonds
Investmentfonds, deren Anteilscheine ausschließlich von institutionellen Anlegern (max. 10 pro Fonds) erworben werden können. Gegenteil zum Publikumsfonds
|
|
Spezialitätenfonds
Investmentfonds, der eine eindeutige Fixierung auf einen bestimmten Anlagebereich hat, z.B. Themenfonds, Branchenfonds, Regionalfonds, Länderfonds.
|
|
Standardabweichung
Das Risiko eines Investmentfonds drückt sich in Kursschwankungen (= Volatilität) aus.
Als Maß für das Risiko wird häufig die Standardabweichung berechnet, die die absolute Abweichung um den arithmetischen Mittelwert darstellt.
Das heißt, je höher die Standardabweichung, desto höher sind die Kursschwankungen und damit das Risiko der Anlage.
|
|
Das Risiko eines Investmentfonds drückt sich in Kursschwankungen (= Volatilität) aus.
Das Auswählen von wenigen Einzeltiteln in Aktienmärkten
|
|
Substanzgewinne
Substanzgewinne= Kursgewinne im Fonds
Kursgewinne, die im Fonds erwirtschaftet werden, sind für den Privatanleger steuerfrei
|
|
Thesaurierende Fonds
Im Gegensatz zu ausschüttenden Fonds werden bei thesaurierenden Fonds die Erträge direkt im Fondsvermögen wiederangelegt; dadurch entsteht ein wachstumsfördernder Zinseszinseffekt. In Österreich sind thesaurierende Fonds seit März 1998 zugelassen.
|
|
Trust
Englische Bezeichnung für Investmentfonds
|
|
Umbrella Fonds
Hierbei handelt es sich um eine übergeordnete Fondskonstruktion unter der sich mehrere Unterfonds befinden. Bei jedem Einzelnen dieser Unterfonds handelt es sich um einen völlig separaten Fonds.
Der Vorteil des Anlegers liegt darin, daß er von einem Unterfonds eines Umbrella-Fonds in einen anderen Unterfonds ohne neuerliche Bezahlung eines Ausgabeaufschlages mehrmals pro Jahr wechseln (= switchen) kann.
In vielen Fällen fallen für einen solchen Switch gar keine Kosten an. Einige Gesellschaften berechnen eine reduzierte Gebühr.
In Österreich nicht erlaubt
|
|
Umlageverfahren
Nach dem Umlageverfahren werden die heutigen Pensionen durch die Beiträge der heute Erwerbstätigen finanziert.
|
|
Umtauschrecht
Möglichkeit, die Anteilscheine an einem Fonds in Anteilscheine an einem anderen Fonds der selben Kapitalanlagegesellschaft zu tauschen, ohne erneut den Ausgabeaufschlag in voller Höhe bezahlen zu müssen. Bei einigen Fondsfamilien ist der Anteilsumtausch kostenlos, bei anderen zu ermäßigten Ausgabeaufschlägen möglich. Das Umtauschrecht ist ein wichtiger Faktor für Investmentanleger, die die Börsenverhältnisse aktiv ausnutzen wollen: Sie können dann z.B. in Zeiten nachgebender Börsen Ihr Kapital vor Verlusten retten, indem Sie vorübergehend in Renten- oder Geldmarktfonds gehen, um bei gesunkenen Aktienkursen wieder in Aktienfonds einzusteigen.
|
|
Veranlagungsfreibetrag
Lohnsteuerpflichtige Anleger haben die Möglichkeit, einen Veranlagungsfreibetrag von ATS 10.000,-- für einkommensteuerpflichtige Erträge aus Fonds in Anspruch zu nehmen, wenn der Anleger keine anderen Einkünfte erhält. Andere Einkünfte sind Einkommen aus z.B. selbständige Arbeit, Vermietung, Verpachtung, Gewerbebetrieb etc. Eine Einkommensteuererklärung muß erst ab Beträgen über ATS 10.000.-- erstellt werden.
Bezieht jemand Einkünfte aus selbständiger Arbeit (z.B. Rechtsanwalt, Arzt), so ist auf jeden Fall eine Einkommensteuererklärung abzugeben - es gibt hier keinen Veranlagungsfreibetrag
|
|
Verkaufsprospekt
Die offizielle, vom Gesetzgeber geforderte Dokumentation über wichtige Charakteristika eines Fonds. Beispielsweise müssen darin Angaben über die Ausrichtung eines Fonds oder die Höhe des Ausgabeaufschlags enthalten sein. Ist dem Kunden nur auf dessen Wunsch auszuhändigen, da es ein sehr umfangreiches Schriftstück ist und man Fondsinformationen ohnehin besser aus dem Werbeprospekt und dem Rechenschaftsbericht entnehmen kann.
|
|
Verwaltungsgebühr, Managementgebühr
Diese Gebühr wird von der Kapitalanlagegesellschaft für die Verwaltung des Fondsvermögens berechnet. Sie ist bereits in dem veröffentlichten Anteilspreis berücksichtigt und muß daher nicht mehr von der ausgewiesenen Performance abgezogen werden.
|
|
VÖIG Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften
Die Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften wurde 1988 gegründet und ist der Dachverband aller 24 österreichischen Kapitalanlagegesellschaften. Der vereinsrechtlich organisierte Verband betrachtet neben der Betreuung seiner Mitglieder die Förderung und Beobachtung des heimischen Investmentwesens als seine Hauptaufgabe.
Adresse: Obere Donaustr. 19, 1020 Wien
|
|
Volatilität
Die Volatilität beschreibt die Schwankungsbreite der Performancezahlen um ihren Mittelwert. Gilt als Maß für das Risiko einer Investition.
Sie wird berechnet auf Basis der Standardabweichung der monatlichen/jährlichen Erträge in Prozent auf Monats-/Jahresbasis ausgedrückt. Bedeutend ist v.a. die monatliche Volatilität.
|
|
Wachstumswerte
Aktien eines Unternehmens, das sich durch überdurchschnittlich langfristiges Ertragspotential auszeichnet.
|
|
Währungsrisiko
Risiko, das man bei der Investition in einen Fonds, der in einer Fremdwährung notiert ist, bzw. in einen Fonds, dessen Vermögen vornehmlich in Fremwährungen angelegt ist, eingeht
|
|
Wandelanleihenfonds, Convertible Fund
Investmentfonds mit dem Anlageschwerpunkt Wandelanleihen.
Kennzeichnend: Die als Preis für das Wandlungsrecht in Aktien sehr niedrige Nominalverzinsung und die wegen der Nähe zur Aktie ausgeprägte Schwankungsbandbreite. Vom Chancen- und Risikopotential sehr viel eher mit Aktienfonds zu vergleichen.
Achtung: Viele Fonds investieren in Fremdwährungs-Wandelanleihen, daher auch erhebliches Währungsrisiko!
|
|
Wertentwicklung
Die Wertentwicklung eines Fonds während eines Betrachtungszeitraumes setzt sich aus den Komponenten Anteilpreissteigerung sowie Ertragsausschüttung zusammen.
Siehe auch Performance
|
|
Wiederanlagerabatt
Bei sofortiger Wiederanlage der Ausschüttung in neue Anteilscheine des Fonds innerhalb einer bestimmten Zeit müssen keine oder geringere Ausgabeaufschläge bezahlt werden
|
|
Zusatzpension
Das Ziel einer Zusatzpension ist, den Unterschied zwischen dem letzten Erwerbseinkommen und der staatlichen Rente mehr
oder minder auszugleichen. Dies könnte z.B. mit einem Pensionsinvestmentfonds erreicht werden.
|
|
Zertifikat
Anteilschein eines Investmentfonds. Unter Zertifikate versteht man auch die Anteilscheine in Form von effektiven Stücken, welche an den Anteilinhaber ausgefolgt werden können.
|
|
Zinseszinseffekt
Der Zinseszinseffekt macht es möglich
Geringe Unterschiede in der Verzinsung (z.B. 10% oder 12%) führen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen: Ein Zinsunterschied von nur 2%, bei einer monatlichen Einzahlung von öS 1.000,- kann bei einem Veranlagungszeitraum von 30 Jahren Ihr gesamtes Endkapital um rund 50% erhöhen.
Wenn Sie den Zinseszinseffekt voll ausschöpfen wollen, sollten Sie nicht nur auf die Höhe der Verzinsung achten, sondern vor allem früh genug mit dem Ansparen beginnen. Angenommen Sie legen monatlich öS 1.000,- zu 9% jährlich an, dann hätten Sie nach 35 Jahren ein Endkapital von rund öS 2,7 Millionen. Würden Sie erst 10 Jahre später mit Einzahlungen beginnen, so hätten Sie nach 25 Jahren (nur) ein Endkapital von rund öS 1 Million
Monatliche Einzahlungen von öS 1.000,- in Fonds bei angenommenen 9% p.a. Zeiträume: 15, 25 und 35 Jahre.
Angenommen, Sie legen 10 Jahre lang monatlich öS 1.000,- zu 9% jährlich an und belassen das angesparte Kapital nach dem zehnten Jahr in den gewählten Fonds ohne weitere Einzahlungen, so wächst Ihr Kapital nach 25 weiteren Jahren auf öS 1,65 Mio. Eingezahlt haben Sie jedoch nur 120.000,- (über 10 Jahre verteilt).
Würden Sie in den ersten 10 Jahren nichts ansparen und erst im elften Jahr mit monatlichen Einzahlungen von öS 1.000,- beginnen, dafür aber die darauffolgenden 25 Jahre, so würden Sie nur ein Endkapital von öS 1,06 Mio. erreichen. Sie schaffen es nicht die ersten 10 Jahre aufzuholen, obwohl Sie öS 180.000,- mehr eingezahlt haben. Nur durch höhere monatliche Zahlungen könnten Sie die verlorenen Jahre aufholen.
|
|